






















Okay, hier bin ich endlich wieder.
Die Safari war so richtig genial. Sehr teuer, aber dafür wirklich luxuriös. Haben in großen Zelten übernachtet, die mit allem ausgestattet waren: riesen Bett, Dusche, Toilette… Die Angestellten haben die Betten gemacht und abends sogar ne Wärmflasche reingelegt.
Man hatte Wächter für die Nacht, die einen sogar am Morgen geweckt haben. Somit musste man keine Angst vor Tieren haben.:)
Auch das Essen war so richtig gut, vor allem die Fruchtsäfte. Und der Ausblick erst… Frühstück gab es draußen mit herrlichem Blick auf die Savanne.
Und die Angestellten waren super freundlich und hilfsbereit. Hatten auch 1-2 richtige Massai, die bedient haben.:)
Dann haben wir 4 Fahrten in den Nationalpark gemacht und wirklich alles an Tieren gesehen, was es so gab.
Schon allein die Fahrt durch die geniale Landschaft und sich den Wind ins Gesicht wehen zu lassen, war ein Genuss!!
Und man ist wirklich mitten durch die Tiere gefahren – die sind das scheinbar gewöhnt und daher überhaupt nicht scheu (vor allem die Zebras waren vielleicht lahm…!!).
Es gab also Gnus und Zebras in Massen, Elefanten, Giraffen, Löwen, Geparden, Krokodile, Nilpferde, Nashörner, Affen, Hyänen und einige Tiere mehr zu sehen.
Eine richtige Jagd haben wir leider nicht miterlebt, obwohl wir drauf gehofft haben.
Dafür aber einen richtigen Savannenbrand, wo man das Feuer richtig sehen und riechen konnte. Da wird einem ganz anders… Am nächsten Tag war ein riesiger Teil schwarz abgebrannt. Aber es wächst alles wohl viel besser danach.
Also – wir Deutschen (Flechsigs, deren Cousine mit Ehemann, Allard) haben es wirklich genossen. Außer, dass zwei dann so richtig krank wurden und erbrochen haben…
Ist halt doch ein ganz anderes Essen.
Sonntag war ich dann zum 1. Mal bei „Greenhouse“ im Kids-Gottesdienst. Hat mir super gefallen, vor allem konnte ich auch kleinere Aufgaben übernehmen (z.B. Kinder pro Gruppe zählen). Die Kids haben erst einen gemeinsamen „Gottesdienst“ mit Lobpreis, Predigt, die in ein Schauspiel verpackt ist. Dann gehen sie altersgetrennt in Gruppen.
Ich hab mir die 5-jährigen und nachher die 2-jährigen angeguckt. :-) Dort wird dann nach einem Snack die Predigt vertieft und etwas Kreatives gemacht (Puzzle, Bild ausmalen – je nach Alter). Ich wurde direkt als „Teacher“ vorgestellt und alle Kids mussten mich mit „Hello Teacher“ begrüßen.:) Das ist faszinierend, was für einen Respekt sie vor den Leitern haben und wie gehorsam sie sind.
Anschließend hat uns Senior Pastor Murithi zum Essen eingeladen (uns Deutsche), was schon eine große Ehre war. Und ich war wieder mal tief beeindruckt und inspiriert von ihm und seinen Ansichten. Er schafft es irgendwie, dir das Thema Gemeinde so auszulegen und ans Herz zu legen, dass du nur noch zustimmen kannst und es vollkommen logisch findest – als wäre es schon immer so geplant gewesen. Hätte gern das ganze Gespräch aufgenommen.
Hier vielleicht einige seiner Gedanken:
Kirche ist die Hoffnung für die Welt, deshalb muss sie relevant für die Menschen sein und an deren Bedürfnisse anknüpfen. Jesus hätte auch nicht das 2. Buch Mose durchgepredigt, sondern hat Situationen der Leute gesehen (z.B. Ehebruch) und hat dann von der Schrift her darauf Bezug genommen („Die Schrift sagt…“). Interessanter Gedanke…
Er meinte auch, dass gerade negative oder herausfordernde Dinge unserer Gesellschaft (wie z.B. in Deutschland zerbrochene Familien, hohe Migrantenzahl) auch positive Chancen sind – eben als Kirche genau dort anzusetzen und Hoffnung zu bringen.
Sehen wir z.B. deren Bedürfnis, integriert und angenommen zu werden?
Er sagt, dass deshalb Leute zu Mavuno und zum Gottesdienst kommen – weil die Predigten etwas mit dem Leben zu tun haben und die Leute merken: Es funktioniert!!
Hier gibt es z.B. auch kein Standesamt zum Heiraten, sondern das machen die Kirchen.
Also hat Mavuno einen 10-wöchigen Ehekurs eingeführt, der Pflichtprogramm ist, wenn Leute dort getraut werden wollen. Sie machen ihn daher evangelistisch=) und legen ihn genauso, dass die Leute anschließend zum Gottesdienst kommen können. Raffiniert.:)
Die Frage, die sie diesbezüglich stellen, ist:
„Du verwendest viel Zeit in der Vorbereitung deiner Hochzeit – wie viel Zeit investierst du in deine Ehe?“ Und um darauf vorzubereiten, bieten sie diesen Kurs an.
Ich könnte noch ewig weiterschreiben, so fasziniert bin ich von deren Konzept und Leidenschaft für Kirche. Nicht jeder Christ lebt sein Leben für sich, sondern als Kirche wollen sie gemeinsam Licht für die Welt sein.
Okay, aber soweit erstmal wieder für heute.