So, heute sind es nur noch 4 Wochen, bis ich fliege. Die Zeit vergeht…
Letzte Woche war eigentlich nicht viel Besonderes los.
Montag schön ausgeschlafen und relaxt… Dann haben wir eine Freundin von Molly mit einem 2 Monate alten Baby besucht. Der Fernseher lief mal wieder nebenbei, aber zumindest auf stumm!
Dienstag und Mittwoch waren relativ „normale“ Bürotage, wo ich Listen mit den Namen der Kids, die sonntags kommen, vervollständigt habe.
Mittwoch war wieder Staffmeeting – und wieder mal eine herrliche Fröhlichkeit, die total ansteckend ist. Letztes Staffmeeting hatte ich den Kenianern übrigens ein deutsches Lied beigebracht.:) Sie waren begeistert.:)
Die Lobpreiszeiten am Anfang sind echt sehr tiefgehend und bewegend. Und wenn es darum geht, Zeugnis zu geben, schlagen sie sich fast drum.:) Sie geben so richtig an mit den Dingen, die sie mit Gott erlebt haben. Herrlich!!:)
Das Staffmeeting ist also für die Mitarbeiter wirklich die Auftankstation mitten in der Woche.
Läuft viel lebendiger ab als die Besprechungen, die man in Deutschland so kennt.
Jeder bringt seine Ideen mit ein, manchmal wird der Besprechungsleiter unterbrochen, weil jemand ein Lied auf dem Herzen hat oder ihm einfach ne passende Story dazu einfällt.:)
Gerade planen sie intensiv den September, wo jede Woche in einem anderen Stadtteil aufgeräumt wird.
Und auch für den 5. September (5.Geburtstag von Mavuno, wo jeder 5 Leute mitbringen soll) wird stark motiviert. So sollten die Pastoren alle ihre 5 Namen nennen und kreative Strategien, wie sie die in die Kirche kriegen. Somit werden die andern auch angespornt und bekommen neue Ideen. Z.B. ein „extra special Frühstück“ für Studenten der …-Universität umsonst genau am 5., oder für den Kids-Bereich wird ein Eltern-Tag GENAU am 5.September geplant, wo die Eltern direkt anschließend in den Godi kommen können… Cool ist, dass auch Nichtchristen einfach zu Evangelisten erklärt werden – denn die werden dazu angehalten, ihre ganzen Freunde mitbringen. Das machen die scheinbar auch.:) Also – so, wie sich das anhört, wird am 5.September das Mavuno-Zelt aus allen Nähten platzen. Und die Kirche hoffentlich wieder wachsen.
Mittwoch bis Freitag hatte ich dann sturmfreie Bude, weil Molly für paar Tage in ein Kloster gegangen ist, um zu beten. Das war ne sehr schöne Zeit für mich, wo ich einfach gechillt, gekocht, Filme geguckt, gebetet, ausgeschlafen und Musik gehört habe.
Freitag war hier Feiertag und ich hab mich mit einer Kenianerin Harriet getroffen, die seit 6 Jahren in Deutschland lebt und grade für paar Monate hier ist. Sie wollte mal wieder deutsch reden.=) Hat mir ihr Zuhause gezeigt, was ziemlich ärmlich war…
Die Häuser sind teilweise nur aus großem Wellblech gemacht. Anschließend haben wir noch deren Kirche (Nairobi Christian Centre) besichtigt. Die Kirchen wachsen hier scheinbar wie Bäume – an jeder Ecke siehst du eine. Und die sind groß… Diese Kirche hatte auch wieder 3000 Leute und allein 1000 Jugendliche. Wahnsinn.
Haben dann mal spontan den Teenie-Pastor und seine Frau besucht, die natürlich auch 2-3 Stunden Zeit für uns hatten und uns ein kleines Abendbrot gemacht haben. Die Gastfreundschaft hier ist wirklich riesig – man plant Besuche nicht, sondern kommt spontan vorbei. Und dann gibt es das, was gerade da ist. Die Zeit nehmen sie sich einfach.
Haben über deren Gemeinde und auch kulturelle Eigenheiten gesprochen. Z.B. ist es bei Hochzeiten üblich, dass der Mann den Eltern der Braut einen ziemlich hohen Preis zahlt. Die Eltern dürfen alles verlangen und der Mann MUSS es aufbringen.
Heute (Samstag) war ich mit Greenhouse (Kidsarbeit) in den Slams, also im wirklichen Armenviertel. Dort machen sie jeden Samstag Kinderstunde. Sehr eindrücklich… Auf einen freien Platz zwischen den Häusern werden sehr einfache Schulbänke geschleppt, wo sich dann mindestens 100 Kinder versammeln. Und die haben echt nicht viel – laufen in zerrissenen Klamotten herum, kaputten Schuhen (weil sie zu klein sind) oder viel zu großen Schuhen… 4-5jährige Kinder schleppen ihre 2-3jährigen Geschwister auf dem Rücken oder Arm herum…
Und trotzdem hab ich gestaunt, wie toll sie sich Bibelverse gemerkt haben, wie gerne sie tanzen zu Musik und im Chor antworten, wenn sie etwas gefragt werden.
Und direkt hinter den Häusern landen die Flugzeuge – bin ganz schön erschrocken, als sie so dicht über unsere Köpfe hinweg flogen…
Tja, und sonst… gibt es hier immer wieder witzige Situationen. Z.B. mit einem Taxifahrer hier, Kennedy. Ich verstehe ihn nicht, wegen seinem starken Akzent, und er mich nicht.:) Deshalb sind wir jetzt auf SMS umgestiegen.:) War heute bloß schwierig, weil ich mein Handy in seinem Taxi verloren habe. Keine Ahnung, was er mir am Telefon erzählt hat… Ich hoffe, er bringt es mir später.:)
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